Reisen - Mobil sein -
am Besten mit dem Reisemobil


Bereits Ende der 1970er Jahre haben wir uns einen ersten Camper gebaut.

Der Ford-Bus, den mein Vater durch einen Überschlag zum Totalschaden gemacht hatte und der dann noch jahrelang zu Hause bei uns im Hinterhof stand, lies mich nicht mehr los.

So begann ich irgendwann zu werkeln, zusammen mit meinem Bruder reparierten, schweißten und schraubten wir, wir beulten aus, spachtelten und lackierten.
Neue Papiere, TÜV-Abnahme und los gings.

Es war alles lange nicht so komfortabel wie heute. Geschlafen wurde auf Luftmatratzen auf dem Fußboden, auch fehlte eine Nasszelle.
Aber was solls ! - Hauptsache mobil ! -- und Spaß ! --- Und den hatten wir !

Die Jungfernfahrt ging 1979 mit insgesamt 6 Personen nach Schweden.





1996 legten wir uns dann unser erstes richtiges und zudem nagelneues Reisemobil zu.

Und was für eines !   -   ein Winnebago Brave 25.
Fast 8 Meter lang, 2,52 Meter breit und 3,45 Meter hoch,   -   was ein Dickschiff !
Unter der Haube ein 8-Zylinder Diesel mit 6,4 Liter Hubraum von Chevrolet.
Automatic, Tempomat.
Innen mit Clubsesseln, Festbett, separatem Bad mit 90cm-Dusche, 4-Flammen-Herd mit Backofen, Mikrowelle, Kühlschrank und Fernseher so groß wie zu Hause.
Mit Klimaanlage, 3 kW-Stromgenerator, 240 Liter Frischwassertank, separatem 80 Liter-Gastank und Garage mit 2 Honda Dax drin.






Doch bald merkten wir, daß das so gar nicht unser Stil war.
Der Winni war zwar supertoll, war komfortabel und großzügig, und mit knapp 18 Litern Diesel auf 100 km auch gar nicht so übermäßig im Verbrauch.
Aber irgendwie wurde er uns im Laufe der Zeit einfach zu groß und er war uns eher lästig. Nirgendwo war ein Parkplatz zu kriegen, viele Stellplätze waren einfach zu klein oder die Zufahrten zu eng, Innenstädte waren sowieso meist unerreichbar, die schmalen Gassen auf Kreta und anderswo waren mit diesem Gefährt noch schmaler und viele Zufahrten zu herrlich versteckten Stränden einfach nicht zu bewältigen.
Außerdem waren die Mautkosten und Fährpassagen oft mindestens doppelt oder gar bis zu vier mal so teuer, als mit einem "normalen" Fahrzeug.



Und so suchten wir jahrelang nach dem idealen Gefährt: Aussen klein und innen komfortabel, mit Nasszelle und ohne täglichen Bettenbau.

So fanden wir im Herbst 2003 auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf unseren neuen.

Einen Hymer - Exsis der ersten Generation - in weinrot - schööööön !





Unter der Haube die bewährte Technik eines Fiat Ducato, 2,8 Ltr. Maxi-Diesel mit 127 PS, mit einem Spritverbrauch von knapp 11 Litern auf 100 km.
Automatic und Tempomat habe ich mir gegen Aufpreis gegönnt, ich will ja schließlich entspannt unterwegs sein und nicht arbeiten müssen, wenn ich fahre.

100 Ltr. Frischwasser, 80 Ltr. Grauwasser, 2 x 11 kg Gas mit Umschaltautomatik, Heizung, Warmwasserboiler, Anhängekupplung - wenns mal viel zu transportieren gibt, Fahrradträger - alternativ mit zusätzlichem Lastenkoffer zu bestücken.

Nur 5,45 Meter lang und 2,05 Meter breit, unter 3,5 Tonnen - absolut alltagstauglich !

Innen optisch ansprechend, gut verarbeitet und bequem.
Mit Drehsesseln und gemütlicher Sitzecke, richtiger Küche, großem Kühlschrank mit Gefrierfach, Fernseher, verdammt viel Stauraum, richtiger Nasszelle mit Toilette und Dusche. Und einem Festbett, welches mit einem Handgriff von der Decke nach unten schwenkt. Und das schönste: Selbst wenn das Bett ausgeschwenkt ist, kann man darunter noch ganz bequem und ohne Platzangst am Tisch sitzen und lesen oder was schreiben.



Bei aller Freude mit unserem Exsis, ist er immer noch nicht das perfekte Fahrzeug.
Deswegen habe ich das nächste Gefährt schon seit langem in Planung.

Eigentlich soll sich am Fahrzeug selbst nicht viel ändern, Größe, Ausstattung und Aussehen sind so weit ok. Allerdings soll es unbedingt mit Allradantrieb ausgestattet und entsprechend fest gebaut sein, damit wir tatsächlich grenzenlos, auch offroad unterwegs sein können.

So könnte das ausehen: Von Iveco

oder von Mercedes


Mein Favorit ist derzeit der neue T-Rex, das neueste Modell des Spezial-Herstellers Bremach.



Unser Ziel ist es, die Wüsten Nordafrikas selbst zu befahren, außerdem reizen die ehemaligen GUS-Staaten bis rüber in die Mongolei (Seidenstraße) schon ganz gewaltig. Auch würde mich eine Reise quer durch Afrika bis runter nach Kapstadt schon sehr reizen.

Allerdings muß das erst noch etwas reifen, so etwas will gut überlegt und vor allen Dingen auch bezahlt sein !!




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